Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) geht mit positivem Beispiel voran und wird seine Zusammenarbeit mit Microsoft 365 beenden um wie zuvor schon der öffentliche Gesundheitsdienst und in Teilen die Bundeswehr auf die europäische Open-Source-Arbeitsplattform openDesk umstellen. Entwickelt und gebündelt wird openDesk vom deutschen, bundeseigenen Zentrum für Digitale Souveränität (ZenDiS). Ziel ist es, politische Abhängigkeiten zu verringern und die digitale Souveränität nach zu stärken. Auslöser waren US-Sanktionen und der Verdacht, dass US-Anbieter dadurch zum operativen Risiko werden könnten.
Konkret verweist die Berichterstattung auf einen Vorfall aus dem Mai 2025. Seinerzeit hat Microsoft das E-Mail-Konto von Chefankläger Karim Khan zeitweise im Kontext US-amerikanischer Maßnahmen gegen den IStGH gesperrt. Es wird dabei vermutet, dass dieses Vorgehen auf Vorgabe der US-Regierung unter Donald Trump zurückzuführen ist. Der IStGH nutzt den Softwarewechsel als Hebel, um auf Sanktionsrisiken zu reagieren um ein klares politisches Zeichen für digitale Souveränität zu setzen.