Ihr habt es alle schon erlebt: Ein wichtiger Beitrag, der Aufruf zu einer Demo oder ein solidarisches Statement erreicht plötzlich nur einen Bruchteil eurer Leute. Eure Inhalte werden ohne Vorwarnung in ihrer Reichweite beschränkt, Stories nicht ausgespielt oder Konten verschwinden für 24 Stunden im Nichts.
Diese Erfahrung ist nicht nur frustrierend – sie ist ein gezielter Angriff auf eure Mobilisierungsfähigkeit.
Dieses Phänomen, oft als „Shadowbanning“ bezeichnet, ist keine Einbildung. Es ist eine reale Taktik und ein Symptom einer Plattform-Ökonomie, deren Moderations-Algorithmen nicht für Gerechtigkeit, sondern für kommerzielle Konformität trainiert sind. Inhalte, die als „sensibel“, „politisch“ oder „spaltend“ markiert werden – oft ein Code für antirassistische, queere oder kapitalismuskritische Positionen – werden systematisch gedrosselt.