In meinem Artikel „Digitalisierung und die besondere Verantwortung der Sozialen Arbeit“ schreibe ich darüber, warum Digitalisierung in der Sozialen Arbeit keine neutrale Technikfrage ist. Es geht nicht nur um Tools oder Effizienz, sondern um Macht, Würde und professionelle Verantwortung.
Ich zeige, dass die besonderen Rahmenbedingungen Sozialer Arbeit – Zwangskontexte, vulnerable Adressat:innen und der Umgang mit hochsensiblen Daten – deutlich machen, warum es nicht reicht, einfach nur die DSGVO einzuhalten. Das allein schützt weder Selbstbestimmung noch Menschenwürde im digitalen Raum. Deshalb greife ich das Konzept der „digitalen Unversehrtheit“ auf und mache deutlich, wie Datafizierung, Profilbildung und der technologische Imperativ ganz konkrete, strukturelle Risiken für Adressat:innen schaffen.
Darauf aufbauend begründe ich, warum Soziale Arbeit Datenschutz nicht nur reaktiv umsetzen darf, sondern proaktiv digitale Strukturen einfordern muss, die Missbrauch verhindern, Daten wirklich minimieren und Transparenz herstellen.
Open Source verstehe ich dabei nicht als ideologische Spielerei, sondern als praktisch-ethische Konsequenz: als einen Weg, Datenhoheit, Transparenz, digitale Souveränität und die langfristige Handlungsfähigkeit sozialer Organisationen zu sichern.