Im täglichen Umgang haben sich KI-Systeme vor allem in Bereichen ausgebreitet, die bisher als besondere menschliche Kompetenz galten: in Kreativprozessen und beim Umgang mit Sprache. Derweil haben die Large Language Models, auf den KI derzeit basiert, mit „Intelligenz“ eigentlich nichts zu tun. Trainiert mit unermesslich großen Datenbeständen errechnen neuronale Netze ihre Antworten auf Basis von Wahrscheinlichkeiten. Logik und echtes Verständnis sind nicht vorhanden.
Dennoch zeigen sich die neuen Systeme in vielerlei Hinsicht als hilfreich: Texte können ausformuliert, zusammengefasst, ergänzt, auf Syntax und Stil geprüft oder natürlichsprachlich übersetzt werden. Bilder und ganze Videosequenzen werden auf Basis von Text-Prompts generiert oder verändert. Chatbots können mehrheitlich sinnvoll erscheinende Unterhaltungen führen, Fragen beantworten und als teil-autonome Agenten ganze Workflows bearbeiten. Töne und Musik wird nach Bedarf generiert, sprachliche Eingaben transkribiert. Die bisherigen Grenzen zwischen Video, Audio und Text werden fluide.