Manchmal empfinde ich beim Einstellen von Beiträgen in diesen Infodienst ein inneres Gefühl von „told you so“. Ausgesprochen häufig passiert dies bei Themen um Datenschutz in Verbindung mit Microsoft. Da ich keine Lust mehr habe mit Menschen generell und Kund:innen im Besonderen darüber zu diskutieren, ob der EInsatz von Microsoft Produkten in der Sozialen Arbeit oder irgendeinem anderen Kontext bei dem es um sensible Informationen geht, haben wir vor knapp 1,5 Jahren die Rubrik Microsoft geschaffen.
Die Idee dahinter war, dass wir Menschen, die sich die Situation aus welchen Gründen auch immer wieder und wieder schön reden einfach mit der Realität konfrontieren können.
Hier ist nun wieder einer solchen „told you so“ Moment. Als Microsoft vor kurzem angekündigt hat angesichts der jüngsten Entwicklungen in den USA und der Weltlage zukünftig in Europa souverän betreibbare Microsoft 365 Clouds anzubieten haben jene gejubelt, die ich im vorherigen Satz adressiert habe. Alle die sich auch nur ein bisschen mit dem Thema Datenschutz, digitale Souveränität usw. befassen waren mindestens äußerst skeptisch.
Nun gab es offizielles Dementi.
Microsoft gibt keine Garantie, dass EU-Daten nie an die US-Regierung weitergegeben werden: Das sagte Anton Carniaux, Chefjustiziar von Microsoft France, bei einer Anhörung vor dem französischen Senat des Parlaments aus. Konkret ging es um Daten, die Microsoft von der Union des Groupements d’Achats Publics (UGAP) erhält, der zentralen Beschaffungsstelle des öffentlichen Sektors für Schulen, Rathäuser und kommunale Verwaltungen. Auf die Frage, ob der Konzern niemals deren Informationen an die US-Regierung ohne ausdrückliche Zustimmung der französischen Behörden übermitteln würde, antwortete Carniaux, dass er das unter Eid nicht garantieren könne.
Oh … ähhh achso, na dann!
Das las sich im Juni aber noch ganz anders… https://news.microsoft.com/de-de/europaeische-organisationen/
Noch Fragen?